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Unsere Glaubensätze - Egoismus pur?

Lesezeit: ~ 2 Minute(n), 36 Sekunde(n) / de

In unserem Denken und Handeln ist der Glaubenssatz verankert, für andere etwas tun zu müssen. Wir reden aber nicht gern über unsere eigenen Befindlichkeiten, Ängste und Träume, da wir glauben missverstanden, ausgelacht oder enttäuscht zu werden. Wie wollen wir aber dann ohne Rückkopplung, welche durch den Austausch über diese Gedanken mit anderen Menschen entstehen, Rückschlüsse darauf ziehen, was andere wollen? Ist es deshalb überhaupt möglich, jemand anderen etwas recht machen zu können, wenn diese Gedanken nie unsere eigene Wirklichkeit, also das eigens geschaffene Weltbild, verlassen? Möchte der andere überhaupt, dass wir ihm etwas recht machen wollen?

Mit dem Einstieg in diese Ausgangssituation, stehen nun die nächsten Fragen im Raum.

 

Was ist Egoismus und sind alle unsere Handlungen frei davon?

 

Ich denke, dass viele Handlungen, wenn nicht sogar alle, immer von Eigennutz geprägt sind. Ob man nun seine Ruhe haben möchte, etwas erleben will, oder sogar jemanden hilft; im Grunde verfolgt uns dabei ein eigennütziger Hintergedanke. Und sei es beim Erziehen oder der Pflege nur die Vorstellung, dass sich jemand früher oder später in ähnlichem Maße um uns kümmert! Enttäuscht werden wir dann, wenn die Zuwendung nicht so erfolgt, wie von uns vorgestellt, bzw. erst gar nicht eintritt. Sogar alle Liebesbeziehungen, sei es nun zwischen den Partnern oder Familienangehörigen, kranken an dieser Vorstellung.

Wenn wir uns nun dieser Tatsache bewusst werden und alle unsere Handlungen auf den Prüfstand stellen, sollte es möglich sein, alte Glaubenssätze zu durchbrechen und viele Missverständnisse auszuräumen. Alle Beziehungen gewinnen dadurch an neuer Qualität, denn durch Zwang und Bürde, die man seinen Mitmenschen oft unbewusst auferlegt, erreicht man meist das Gegenteil. So kann man schlussendlich gewaltfrei werden und gelangt zu einer neuen Form der Kommunikation und Gesellschaft.

In der Philosophie ergeben sich meist mehr Fragen als Antworten, denn es gilt für jeden einzelnen, seine eigenen Antworten zu finden. Das verhindert auch, dass man selbst in eine überhebliche Gedankenhaltung verfällt und rücksichtsvoller mit seinen Mitmenschen umgeht. Viele Menschen verhalten sich nämlich irgendwann so abgehoben, dass sie glauben, die ganze Weisheit erfahren zu haben und nichts mehr dazulernen zu müssen.

 

Übungen

 

  1. Versuch doch einmal, dir deiner eigenen Glaubenssätze bewusst zu werden. Beginnen kannst du mit einem Themenschwerpunkt, der dich gerade im Alltag selbst beschäftigt, z.B. eine Meinungsverschiedenheit mit einem anderen Menschen. Stelle dir dabei diesen anderen Menschen vor, versuche dich in dessen Ausgangslage zu versetzen und dessen Standpunkt zu verstehen.
  2. Falls du beim Schritt 1. auf Fragen stößt, die es dir unmöglich machen, einen Standpunkt dieses anderen Menschen zu verstehen, dann kannst in einem Gespräch mit diesem versuchen, diesen Standpunkt näher zu beleuchten. Damit bist du schon mitten im Schritt 3.
  3. Schaffe ein angenehmes Umfeld für diesen Menschen, den du zu den offenen Sachverhalten befragen möchtest. Konfrontiere diesen Menschen nicht direkt, sondern versuche evtl. aus einer gemeinsamen Handlung heraus, beiläufig die Fragen zu formulieren. Als Handlung kann z.B. das Abtrocknen von Geschirr, Wandern in der Natur oder ein Tierparkbesuch dienen.

Diese Übungen stellen natürlich nur einen der vielen möglichen Ansätze dar. Versucht einfach das, was euch am besten zusagt und denkt immer daran: Wir sind fehlerbehaftete Wesen und aus diesen Fehlern zu lernen und daran zu wachsen, macht unsere eigentliche Natur aus.

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